Hornviper
Cerastes cerastes
Nordafrikanische Horn- oder Sandvipern besiedeln Wüstenlebensräume, in denen sie sich über den lockeren Sand winden und in Lauerposition eingraben, wobei lediglich Augen und Hörner sichtbar herausragen.
Die gewöhnliche Hornviper lauert kleinen Säugetieren, Echsen und auch Vögeln auf.
Das Horn über dem Auge, eine einzelne verlängerte Schuppe, tritt nicht in allen Populationen auf und „hornlose Hornvipern“ sind durchaus häufig.
Die stark gekielten Körperschuppen dienen dazu, den Morgentau, die einzige verfügbare Feuchtigkeitsquelle, zu sammeln und dann aufzulecken, wodurch sich die Viper mit Wasser versorgt.
Obwohl weniger gefährlich, als die Sandrasselotter, haben einige Bissunfälle auch schon zu lebensbedrohlichen Situationen geführt, mit zumindest einem gesicherten Todesfall.
Im Unterschied zur Sandrasselotter wird die Hornviper auch gern im Terrarium gehalten und es besteht durchaus die Gefahr, daß die Halter das Gefahrenpotential unterschätzen.

